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Gottesdienst Live-Übertragung

am Sonntag, 13. Juni, 10:00 Uhr.

Hier gelangen Sie zum Live-Stream auf YouTube.

Vorwort Gemeindebrief

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Apostelgeschichte 5,29

Monatsspruch Juni

Gott gehorchen heißt zuerst, Menschen zu gehorchen, die über einen gestellt sind:

„Jedermann sei Untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat.“ Römer 13,1 Und das sagt

Paulus an die Römer, also in einem Reich, wo die Obrigkeit nicht nur nicht gewählt war,

sondern ein Kaiser bildete. Diese Obrigkeit handelte oft genug sehr willkürlich, ließ sich als

Gottheit verehren und verfolgte schließlich die Christen bis auf den Tod.

Unser erster Auftrag ist da das Gebet: „So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue

Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige und für alle

Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und

Ehrbarkeit. Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland.“ 1.Timotheus 2,1-3.

Es ist nicht in unser Belieben gestellt, ob oder wann wir der Obrigkeit gegenüber untertänig

sind oder nicht! Den Vers aus Apostelgeschichte 5 zu zitieren, nur weil uns etwas nicht gefällt,

heißt ihn zu missbrauchen.

Wo hat Petrus das ausgesprochen?

Er und die anderen Apostel standen vor dem Hohen Rat. Der hatte sie festnehmen und ins

Gefängnis stecken lassen, aber der Engel des Herrn hatte sie wieder befreit. Doch jetzt

waren sie wieder vor den Rat geführt worden und ihnen wurde vorgehalten, sie würden im

Namen Jesu lehren, obwohl der Rat ihnen das verboten hat. Ja, sie würden ganz Jerusalem

mit dem Namen Jesu füllen, so die Anklage. Es geht also ganz zentral um Jesus. Ob ER der

Messias ist oder nicht, ob sein Name weitergesagt werden darf oder nicht. Und darauf

antwortet Petrus mit diesem Wort: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Und dann weist Petrus noch auf Gottes eigenes Handeln, mit dem er selber dem

menschlichen Urteil widersprochen hat: Der Hohe Rat hatte Jesus verurteilt und ans Kreuz

schlagen lassen, Gott aber hat ihn auferweckt und zum Herrn und Heiland eingesetzt.

Da, an dieser Stelle, können wir Menschen nicht gehorchen, egal wer da was sagt. Wenn es

um Jesus geht, dann gilt es, alleine auf Gott zu hören und ihm zu folgen. Aber wir sollten sehr

vorsichtig sein, darüber hinaus den Gehorsam zu verweigern, wenn die Obrigkeit spricht.

Jesus selber wurde unter das Gesetz getan und hat sich nie darüber erhoben, sogar die

Taufe der Buße auf sich genommen. Die Apostel haben nie zu einer Revolution aufgerufen,

obwohl sie ursprünglich genau deswegen in die Nachfolge eingetreten waren. Und Paulus

fordert ausdrücklich auf, sich in alle menschliche Ordnung einzufügen. Wer sind wir, dass wir

meinen, wir bräuchten das nicht?

Das Wort von Petrus bezieht sich auf die eine zentrale Frage des Heils: Ist Jesus der Retter

aller Menschen? Wo das bestritten wird, da müssen wir Stellung beziehen. Was dieses Heil

angeht, dürfen wir uns den Mund nicht verbieten lassen. Dieses Wort zum Argument zu

machen, wenn unsere Meinung darüber hinaus nicht gehört wird oder eine andere

Ethik vertreten wird, ist nicht mehr abgedeckt. Da spannen wir Gottes Wort vor unseren

eigenen Karren.

Geht es um DIE Wahrheit, die Jesus heißt? Wenn ja, dann gehorche allein Gott. Wenn

aber nicht, dann leiste ihm erst Recht Gehorsam, indem du dich an seine Weisung hältst,

auch, wo es dir nicht gefällt.

Euer Karsten Stephan

Gottesdienst

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06.06. Barmherzigkeit Gottes

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Seid barmherzig,
wie auch euer Vater
barmherzig ist.
Lk. 6,36