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Gottesdienst Live-Übertragung

Vorwort Gemeindebrief

„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt‘s in einen löchrigen Beutel.“

Haggai 1,6

Monatsspruch September

Das hört sich an, wie eine Klage. Aber es ist nicht die Klage eines Menschen, dem es schlecht geht. Es ist die Klage Gottes, dessen Volk ihn links liegen lässt und das deshalb die Folgen tragen muss. Gott beschreibt hier, wie es den Menschen geht.

Die Menschen selber ärgern sich darüber, dass ihre Mühe nur wenig einbringt. Sie wundern sich, dass sie nicht satt werden. Sie laufen nur noch schneller, um doch endlich warm zu werden.

Dabei kann alle ihre Mühe nicht die Früchte tragen, die sie sich erhoffen, weil Gott sie schlicht und einfach verweigert. Und ohne seinen Segen wächst keine Frucht. So einfach ist das.

Angesprochen ist hier das Volk, das aus der Babylonischen Gefangenschaft heimgekehrt ist. Nach 70 Jahren durften sie wieder zurück in ihre Heimat, die aber zu einem großen Teil in Schutt und Asche lag. Der Neustart war nicht leicht, zumal im Lande fremde Völker lebten, die von den Babyloniern statt Israel dort angesiedelt worden waren.

Aber Stück für Stück bauten sie sich im verheißenen Land wieder eine Existenz auf. Die Felder wurden wieder bestellt, das Vieh graste wieder auf den Weiden und die Häuser erstanden wieder aus Ruinen.

Nur der Tempel, der blieb unberührt.

Und das nimmt Gott persönlich! Das ist für ihn der deutliche Ausdruck dafür, wie sein Volk zu ihm steht. Ihre eigenen Häuser sind nicht nur wieder aufgebaut, sondern nach und nach wieder eingerichtet und ausgestattet mit allem, was sich machen lässt. Das geht. Der Tempel aber bleibt als Ruine liegen, verfällt weiter langsam vor sich hin. Das spricht Bände – in Gottes Augen.

Und darum verweigert er alle Frucht der Arbeit, die Israel investiert: die Aussaat bringt nur spärliche Ernte, Essen und Trinken füllen nicht aus, ihnen wird nicht warm und das mühsam erarbeitete Geld zerrinnt ihnen zwischen den Fingern.

Und Gott fordert sie auf: Schaut hin, wie es euch geht. Und merkt, was es euch sagt:

Ihr lasst meinen Tempel – und damit mich – links liegen, darum verweigere ich euch die Früchte eurer Arbeit. Baut meinen Tempel wieder auf, dann werdet ihr auch wieder reiche Ernten einfahren.

Wie oft hast du dich schon darüber geärgert, dass deine Mühe so wenig einbrachte?
Wie oft hast du dich gewundert, dass dein ganzer Einsatz so wenig Resultat zeigt?
Wie oft hast du den Einsatz erhöht, um doch noch etwas rauszukitzeln?

Und wie oft hast du dich schon gefragt, an welcher Stelle Gott in deinem Leben kommt?

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ So lautet die gleiche Aussage in Jesu Mund. ZUERST!

Euer Karsten Stephan

Gottesdienst

Jahreslosung 2021

Seid barmherzig,
wie auch euer Vater
barmherzig ist.
Lk. 6,36