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Herzlich willkommen

auf den Seiten der Freien evangelischen Gemeinde Wienhausen!

Hauptsache gesund?

Gottesdienst mit Andreas Fehler am 12. März, 10 Uhr.
In seinen Vorträgen spricht er über elementare Fragen unseres Lebens. Entdecken Sie Neues!

Weitere Infos über dieses Wochenende mit Andreas Fehler finden Sie auf den Seiten des Missionswerk Bruderhand.


Vorwort Gemeindebrief

Das ist die Zuversicht, die wir haben zu ihm, dass, wenn wir etwas bitten nach seinem Willen, so erhört er uns.
1. Johannes 5,14

Frage: Hast du diese Zuversicht? Wirklich?
Ich muss zugeben, ich kämpfe darum. Viel zu oft schon habe ich gebetet - und es ist nicht geschehen, um was ich gebetet hatte. Viel zu oft schon hatte ich den Eindruck, nicht erhört zu werden.
Natürlich, ich weiß, Gott kann. Nichts ist ihm unmöglich. Aber scheinbar will er nicht immer. Oder ich mache etwas falsch. Da steht ja schließlich, wenn wir etwas bitten nach seinem Willen. Also durchforsche ich mein Gebet, ob es auch in alle Richtungen 'richtig' ist - was genau auch immer das heißen mag. Aber bitteschön, was ist das für ein Vater, der auf die Bitten seiner Kinder nur hört, wenn sie 'richtig' bitten. Nein, irgendwie kann ich das nicht glauben, dass Gott die Form so wichtig ist. Ich weiß, manchmal sind meine Gebete wirklich nicht 'gut' und ich kann es dann gut verstehen, wenn sie ins Leere laufen. Das ist wirklich besser so, das merke ich beim ehrlichen Nachdenken selber. Aber es kann doch nicht sein, dass ich erst wer weiß welche geistigen Verrenkungen machen muss, damit mein Gebet nur ja 'nach Gottes Willen' ist, bevor ich es auf die Reise gen Himmel schicke. Wenn ich als Christ lebe, sein Wort lese, mich daran orientiere und so bewusst aus seiner Gnade lebe, dann kann es nicht sein, dass bei dem ganz zentralen Punkt der Gemeinschaft mit meinem Gott, dem Gebet, plötzlich meine Handlungsweise darüber entscheiden soll, ob er mich hört oder nicht.
Was also läuft dann schief? Warum die vielen negativen Erfahrungen, die meiner Zuversicht zu ihm im Wege stehen?
Vielleicht liegt es an einem Missverständnis. Einem Missverständnis, was Gebet ist: Wir haben ein Anliegen, eines, das nach unserer zugegeben beschränkten Sicht in Ordnung ist, und kommen damit zu Gott. Wir legen es ihm vor und erwarten, dass ER genau dieses Anliegen nun umsetzt. Wie ein Ober im Restaurant, dem wir eine Bestellung aufgeben und der sie 1:1 auf den Tisch bringt. Und wehe nicht, wehe, er bringt statt des Schweineschnitzels ein Omelett ... Aber vielleicht ist das so ja gar nicht Gottes Sicht. Vielleicht sieht sich Gott ja gar nicht als der Ober unserer Anliegen. Er ist der Herr. Er hat seinen Willen und seinen Plan. Und er ist absolut souverän, seinen Willen und seinen Plan auch umzusetzen. Und er lädt uns nicht ein, dass wir ihn zum Ober unseres Willens und unserer Pläne machen.
Vielleicht behandeln wir Gott in unseren Gebeten viel zu oft wie einen Ober, dem wir unsere Bestellung aufgeben, und wundern uns dann, wenn das Erbetene nicht auf den Tisch kommt. Beschweren können wir uns hier nicht, aber dafür reagieren wir mit Enttäuschung, mangelnder Zuversicht und immer weniger Gebet. Oder vielleicht auch immer allgemeinerem Gebet, einem Gebet das nie verkehrt ist...
Zu was lädt Gott uns denn ein, wenn er uns eine Zuversicht zuspricht wie in unserem Vers und an vielen, vielen anderen Stellen? Nicht in die Gaststätte unserer Wünsche, sondern in die Arme eines liebenden und fürsorglichen Vaters. Und da geht es nicht um Wünsche, Anliegen oder gar Bestellungen. Da geht es um Geborgenheit, und zwar mit allem, was uns im Leben bewegt. Der Vater möchte hören, was uns beschäftigt. Nicht, um dann alles umzusetzen, sondern weil ihm an uns gelegen ist, wir ihm wichtig sind. Da hört er alles, wirklich alles. Und hier und da schenkt er uns dann sogar genau das, was wir aussprechen. Aber das ist nicht das Eigentliche. Das ist, dass wir ein Gegenüber haben, dem wir wichtig sind, das für uns da ist. Er achtet auf die Regungen unseres Herzens. Er spricht uns Trost zu. Und er sagt uns zu, dass er uns alles gibt, was wir brauchen, wirklich alles.
Frag mal ein Kind, was ihm wirklich lieber ist: die noch so tolle Gabe aus der Hand des Vaters - oder der Platz auf dem Schoß und in den Armen des Vaters?

Euer Karsten Stephan