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Gottesdienst Live-Übertragung

am Sonntag, 16. Mai, 10:00 Uhr.

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Vorwort Gemeindebrief

Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
Kolosser 1,15
Monatsspruch April

Gerade in Zeiten wie heute haben wir manchmal das Gefühl, Gott ist schier unendlich weit entfernt: Uns begegnet so viel, was uns nicht gefällt, wo ist denn Gott da? Und wo hat Er sich das letzte Mal wirklich bemerkbar gemacht? Und überhaupt, schon die Bibel definiert ihn als unsichtbar, er wirkt so wenig greifbar.
Und ja, es stimmt: Gott ist unsichtbar und er ist ebenso wenig mit einem unserer anderen Sinne wahrzunehmen. Nicht in dieser Welt. ABER er hat uns dennoch eine Möglichkeit gegeben, ihn zu "sehen": In Christus ist sein Ebenbild auf diese Welt gekommen, das ihn für uns wahrnehmbar widerspiegelt.
Nicht in der äußeren Erscheinung. Darum wird uns darüber auch nichts erzählt im Neuen Testament. Aber in dem, wie Jesus als Mensch war. Und da zeigt sich ganz deutlich, dass Gott uns nicht allein gelassen hat, schon gar nicht, wo wir in Not sind: Wer unter der Last irgendeiner Krankheit litt, dem begegnete er als der, der heilt. Wer besessen war von Mächten, die Leben zerstören, wurde in seiner Gegenwart befreit. Wer verachtet und ausgestoßen war, fand bei ihm offene Arme. Und es gab niemanden aus diesen Gruppen, den Jesus jemals von sich gestoßen hätte. Niemand war ihm zu abstoßend, keiner war zu gefährlich und es war ihm auch egal, wenn sie ihn in Frage stellten, weil er mit denen feierte, mit denen sonst niemand zusammen sein wollte.
Es gab nur eine Gruppe von Menschen, die deutliche Kritik durch ihn erfuhr: die Frommen, die meinten, mit Gott auf "du und du" zu stehen, die seiner sicher waren. Denen spiegelte Jesus wieder, wie fern sie in Wahrheit von Gott waren. Und zwar nicht, weil Gott mit ihnen nichts zu tun haben wollte! Sondern weil sie ihm nicht den Raum gaben, den er gerne haben möchte.
Nein, es ist nicht schön, verloren zu sein, keiner ist gerne krank, besessen oder ausgestoßen. Aber Jesus zeigt, dass genau da, wo Menschen das erfuhren, Gott tatsächlich ganz nah war. In Jesus beugt er sich genau zu denen hinunter, zeigt sein Mitgefühl für sie und reicht ihnen seine Hand. In IHM erfuhren genau diese Menschen Heil und Befreiung, erlebten sie die Annahme schlechthin.
Ich bin überzeugt, dass ist nicht nur Geschichte, die für uns in den Evangelien überliefert ist, aber mit unserem Leben nichts mehr zu tun hat. ER ist heute noch genau derselbe. Er ist heute noch so. Er ist auch heute denen nah, die in Not sind, egal, wie diese aussieht. In ihm finden wir auch heute noch Heil, Freiheit, Annahme. Und zwar genau da, wo die Not dieser Welt am größten ist. So ist Gott. Jesus zeigt uns das. Und er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes.

Euer Karsten Stephan

Gottesdienst

Jahreslosung 2021

Seid barmherzig,
wie auch euer Vater
barmherzig ist.
Lk. 6,36